Leidenschaft und Liebe werden häufig unterschätzt – gerade dann, wenn es um den Beruf geht. Im Berufsleben zählen in erster Linie Rationalität, Rentabilität und Abgeklärtheit. Diese Eigenschaften haben in jedem Fall ihren Stellenwert und sind aus dem Berufsleben nicht wegzudenken. Die Leidenschaft und die Liebe zum Beruf bleiben dabei allerdings allzu häufig auf der Strecke.
Dabei sind es gerade diese Faktoren, die uns stark machen und zu herausragenden Leistungen befähigen. Wenn wir lieben, was wir tun, ist immer auch Leidenschaft im Spiel – und das verschafft uns einen besonderen Antrieb. Wir betrachten unsere Arbeit dann nicht als Last oder Pflicht, sondern als Berufung, die uns mit Freude erfüllt. Das beginnt schon morgens mit dem Aufstehen.
Wer jedoch rein auf Verstandesebene arbeitet und seine Arbeit ausschließlich aus rationellen Gründen ausübt, für den fällt das Berufsleben eher trist aus. Ein Beruf, der auf Verstandesebene ausgewählt ist, entspricht in erster Linie Kriterien wie Sicherheit, Karrierechancen und Verdienstmöglichkeiten. Auch das sind sicher wichtige Aspekte, die in jedem Fall berücksichtigt werden sollten. Die wichtigsten Kriterien aber sollten Leidenschaft und Liebe zum Beruf sein.
Stellen Sie sich zwei Kollegen im gleichen Beruf vor. Der eine macht seinen Job nur, um damit Geld zu verdienen, oder weil er damit einen sicheren Arbeitsplatz hat. Der andere übt seinen Beruf in voller Leidenschaft aus, weil er liebt, was er tut. Er empfindet Freude bei jedem Arbeitsschritt. Es ist nahe liegend, wer von den beiden mehr verdient und die besseren Karrierechancen hat. An diesem Beispiel erkennen wir, dass Liebe und Leidenschaft die Basis bilden, auch für rationelle Kriterien wie Verdienst und Aufstiegsmöglichkeiten.
Auch die Sicherheit profitiert von dieser Basis. Angestellte, die Ihren Beruf lieben, haben im Unternehmen einen viel besseren Stand und in aller Regel einen guten Draht zum Chef. Unternehmer, die ihren Beruf lieben und mit voller Leidenschaft dabei sind, haben mehr Ausdauer, finden auch in scheinbar aussichtslosen Situationen eine Lösung und sind dadurch erfolgreicher. Wo der eine mit angezogener Handbremse fährt, schaltet der andere den Turbo ein. Was nützt es, wenn sich jemand mit Blick auf Karriere- und Verdienstmöglichkeiten entschieden hat, Investmentbanker zu werden, aber eigentlich in der Tiefe seines Herzens Tischler ist. Und: auch ein leidenschaftlicher Tischler hat bei richtiger Positionierung hervorragende Karrierechancen und entsprechende Verdienstmöglichkeiten.
Wenn Sie noch nicht den Beruf ausüben, der Ihre Leidenschaft entfacht, dann gehen Sie einmal in Gedanken durch, was Ihnen entsprechen könnte. Lassen Sie sich bei diesem Gedankenspiel nicht von Ihrem Verstand blockieren. Denken Sie nicht daran, was machbar ist und was nicht. Schreiben Sie alles auf und lassen Sie sich dabei von Ihrer Leidenschaft führen. Es kann hilfreich sein, Ihre Hobbies durchzugehen. Sie wären nicht der Erste, der sein Hobby zum Beruf macht. Vielen ist gar nicht bewusst, dass Sie sich bei der Ausübung ihres Hobbies ein umfassendes Expertenwissen angeeignet haben und somit bereits eine wesentliche Voraussetzung erfüllen, um damit Geld zu verdienen. Ich denke zum Beispiel an den Hobbyfotografen, an Bastler oder an Sportler jeder Art.
Es gibt mehrere Möglichkeiten, Ihre Leidenschaft zum Beruf zu machen. Sie könnten die Tätigkeit direkt ausüben, Handel betreiben oder Ihr Expertenwissen anderen zur Verfügung stellen: Sie könnten ein Buch schreiben oder eine interessante Webseite mit Tipps und Tricks entwerfen. Interessant ist auch eine Kombination der unterschiedlichen Bereiche. Nicht wenige haben sich so ein lukratives Geschäft aufgebaut. In den meisten Fällen ist auch ein nebenberuflicher Einstieg möglich. Noch nie gab es dafür so viele Möglichkeiten wie heute. Durch Social Media-Plattformen wie Facebook und Twitter oder auch in speziellen Foren können Sie Ihre Ideen kommunizieren. So können Sie anhand des Feedbacks die ersten Rückschlüsse auf Nachfrage und Durchführbarkeit Ihrer Idee ziehen.
Ein weiterer wichtiger Punkt sind natürlich eventuell erforderliche Aus- und Fortbildungen. Darüber hinaus gibt es eine Reihe von staatlichen Förderprogrammen, die unter entsprechenden Umständen den Berufswechsel oder den Einstieg in die Selbstständigkeit erheblich erleichtern.
Das Wichtigste aber ist der Glaube an sich selbst und an die eigene Idee, gepaart mit der festen Entschlossenheit, etwas Neues anzufangen. Wenn Sie erst einmal anfangen, sich mit etwas zu beschäftigen, das Ihre volle Leidenschaft entfacht, dann werden Glaube und Entschlossenheit automatisch gestärkt. Sie müssen nur anfangen. Je kürzer der Zeitraum zwischen Entschluss und Handeln, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie Ihr Vorhaben in die Tat umsetzen. Handeln Sie also am besten heute noch: Bringen Sie Ihre Idee schon mal zu Papier bringen und führen Sie am besten noch eine kleine Recherche durch.
Viel Spaß und Erfolg dabei wünscht Ihnen vom ganzen Herzen
Ihr Stephan Zeeh


Stephan Zeeh
Stephan Zeeh

https://erfolg-intuitiv.de/stephan-zeeh

    3 replies to "Leidenschaft und Liebe sind die wichtigsten Indikatoren für Glück, Freude und Erfolg im Beruf"

    • Michael Scherbaum

      Hallo
      Toller Artikel.Ist schon komisch,dass so viele Menschen einfach nur in den Tag hinein leben.
      Gehen einer beruflichen Tätigkeit nach,die Sie überhaupt nicht befriedigt.Der Mensch ist ein Gewohnheitstier.Und schlimmer noch,lebt immer nur in seiner Komfortzone,und schaut nicht über den Tellerrand hinaus.Doch ab und zu wird ihnen das bewusst.Der ein oder andere hat dann doch den Mut eine andere Richtung einzuschlagen.
      Gruß Michael

    • Anonymous

      […] […]

    • Fabian

      Rostige Dächer haben meist feuchte Keller.

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