Die Bedeutung von physischer Nahrung ist eigentlich jedem bekannt – jeder weiß, wie wichtig eine gesunde Ernährung für unseren Körper ist. Es ist kein Geheimnis, dass zu viel Junkfood in Form von Pommes Frites, Currywurst oder Schokoriegeln gesundheitsschädlich ist – auch wenn diese Tatsache gern ignoriert wird.
Aber wie steht es mit der geistigen Nahrung? Jeder Mensch konsumiert täglich geistige Nahrung, zum Beispiel über Medien wie Zeitungen, Fernsehen, Radio oder das Internet. Wir schauen uns Filme an und lesen Bücher. Aber auch soziale Kontakte sind geistige Nahrung. Im Austausch mit unseren Mitmenschen nehmen wir geistige Nahrung auf. Auch auf diesem Gebiet werden regelmäßig große Mengen Junkfood konsumiert – eben geistiges Junkfood.
Die Aufnahme der geistigen Nahrung erfolgt häufig unbewusst und gelangt auf direktem Weg in unser Unterbewusstsein. Das Unterbewusstsein nimmt Informationen auf und verarbeitet diese entsprechend. Es kennt dabei keinen Unterschied zwischen positiv und negativ. Das Unterbewusstsein ist ein reiner Befehlsempfänger und führt jeden Befehl ohne Wenn und Aber aus. Diese Befehle erteilen wir selbst permanent durch unsere Gedanken und Überzeugungen. Wenn Sie beispielsweise eine neue Sprache zu erlernen und dabei ständig denken: „Das kann ich nicht. Dazu fehlt mir das Talent.“ Dann wird Ihr Unterbewusstsein diesen Befehl eins zu eins ausführen. Ihr Talent und Ihre Fähigkeiten können niemals größer sein als Ihre Überzeugung und Ihr Glaube an sich selbst. Wichtig ist, dass Sie dabei ein gutes Gefühl haben. An dieser Stelle kommt die geistige Nahrung ins Spiel.
Geistige Nahrung hat häufig massiven Einfluss auf unsere Stimmungen und Emotionen. Diese wiederum sind verantwortlich dafür, dass wir glücklich und erfolgreich sind. Wenn wir uns gut fühlen, geht vieles leichter. Wir haben dann eine positive und lebensbejahende Ausstrahlung und erteilen unserem Unterbewusstsein die entsprechenden Befehle. Und das, was wir selber ausstrahlen, ziehen wir auch an – in Form von Situationen, Ereignissen und Menschen.
Unsere Gedanken sind so gesehen der Auslöser für die entsprechenden Lebenserfahrungen, die wir machen. Das Interessante dabei ist, dass sich Gedanken und Emotionen gegenseitig befruchten: Wir denken, was wir fühlen, und wir fühlen, was wir denken. Je nachdem, womit wir diesen Kreislauf nähren, bewegen wir uns entweder in einer Abwärts- oder Aufwärtsspirale. Die geistige Nahrung, die wir täglich zu uns nehmen, leistet dazu einen wesentlichen Beitrag.
Leider muss man sagen, dass der Beitrag, den die Medien leisten, ein überwiegend negativer ist. Letzten Endes hängt das wohl auch damit zusammen, dass sich Negativschlagzeilen einfach besser verkaufen lassen. Anhand von Katastrophen und Unrecht werden Angst und Wut geschürt, die wir im Gespräch mit Freunden und Kollegen oder in der Familie noch weiter ausschmücken – mit allen Eventualitäten. Dazu kommen zahlreiche TV-Sendungen, deren Inhalt wir teilweise sehr lebhaft nachempfinden. Man muss sich also nicht wundern, wenn wir diese Realität zunehmend in unser Leben ziehen. Ich will niemandem nahelegen, komplett auf Nachrichten und TV-Sendungen zu verzichten. Eine gesunde Informationsdiät ist aber in jedem Fall wohltuend und Balsam für die Seele.
Wenn Sie sich gerade an einem Tiefpunkt befinden, empfehle ich Ihnen, sich für mindestens zwei Wochen komplett aus den Massenmedien auszuklinken. Schauen Sie während dieser Zeit nur lustige oder herzliche Filme, lesen Sie aufbauende Literatur. Sie werden überrascht sein, was das bei Ihnen bewirken kann. Ich selber habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Sicher ist es wichtig, informiert zu sein. Aber die Welt wird nicht untergehen, wenn Sie mal zwei Wochen lang nicht am Informationstropf hängen. Idealerweise verbinden Sie dieses Ausklinken mit Ihrem Urlaub, was aber nicht unbedingt erforderlich ist. Wir selber sind eine viel größere Bereicherung für unser Umfeld, wenn wir gut drauf sind. Wenn wir uns einfach mal für zwei Wochen ausklinken, tun wir also nicht nur uns selbst einen Gefallen, sondern auch unseren Mitmenschen.
Das so entstehende Informationsvakuum füllen Sie am besten mit Informationen über die Dinge, die Ihnen am meisten Freude bereiten. Dieser Zeitraum ist bestens geeignet, um die Dinge zu Papier zu bringen, die Sie am liebsten in Ihrem Leben haben möchten. Beruf, Familie, Lebensqualität. Was auch immer. Schreiben Sie einfach drauf los, unabhängig davon, was Sie in Ihrer aktuellen Situation für realistisch halten. Wichtig ist erst einmal nur, dass Sie sich mit dem beschäftigen, was Sie wirklich wollen. Denn unsere Gedanken und Emotionen wirken ja wie ein Magnet für unsere Lebenserfahrungen.
Je mehr Sie sich also mit dem beschäftigen, was Sie wirklich wollen, desto mehr kurbeln Sie den Kreislauf der entsprechenden Gedanken und Emotionen an. Über Ihr Unterbewusstsein werden Sie genau das in Ihr Leben ziehen.
Ich wünsche Ihnen vom ganzen Herzen viel Freude bei der Umsetzung.

Herzliche Grüße

Ihr Stephan Zeeh


Stephan Zeeh
Stephan Zeeh

https://erfolg-intuitiv.de/stephan-zeeh

    8 replies to "Geistige Nahrung – Welche Gedanken und Informationen machen uns glücklich und erfolgreich?"

    • Frank Rath

      Ein sehr schöner Artikel! Ich selbst habe vor ca. fünf Wochen mit so einer Informationsdiät angefangen. Ich hätte nie gedacht, das das funktioniert! Ich bin im Vetrieb tätig und da sind Nachrichten sehr wichtig – dachte ich. Mir geht es nun wesentlich besser. Statt Radio fing ich an einen Englisch-Audiokurs zu machen. Das bringt mir wesentlich mehr, als über die Eurokrise zu hören. Und wenn ich bei einen Smalltalk auf die neuesten Nachrichten angesprochen werde, kann ich ganz ehrlich sein und den anderen mir diese Neuigkeiten erzählen lassen…

    • […] die Wahl unserer geistigen Nahrung ist dabei hilfreich (Näheres hierzu in meinem Blog-Artikel: Geistige Nahrung). Besonders wichtig für die Entwicklung unserer neuen Überzeugung ist die rechtzeitige […]

    • Bastian

      Gute Hinweise! Ich werde mich damit in Zukunft mehr auseinandersetzen! Warte auf weitere Eintraege!

      • Stephan Zeeh

        Hallo Bastian,
        vielen Dank für das Feedback. Der nächste Artikel kommt um den 28. November. Dranbleiben lohnt sich 🙂

    • […] was wir an Informationen in Form von Nachrichten, Filmen und anderem in uns aufnehmen. Zum Thema „Geistige Nahrung“ habe ich einen eigenen Artikel geschrieben. Klicken Sie hier, um mehr zu erfahren. […]

    • mariana dumitru

      Du hast recht! Gerade gestern wo ich eine oma gefragt habe wie es ihr geht si sagte “..na ja hier …idiotisandome… gibts keine mit dem ich mich noch unterhalten kann”.Ihr fehlte eben diese verbale austauch .Sie ist 93 und geistig noch fit aber auf dem weg bloed zu werden wie sie sagt,ohne diese mentale trainig .Und das ist wichtig nicht nur fuer den Geist sondern auch fuer die Seele
      Schoen das du auch diese tema geschlagt hast.

      • Stephan Zeeh

        Hallo Mariana,
        vielen dank für das schöne Feedback. Ja es ist tatsächlich so, dass viele Menschen die Wichtigkeit und Notwendigkeit von geistiger und seelischer Nahrung immer wieder unterschätzen. Erst wenn wir unseren Körper, unseren Geist und unsere Seele gleichermaßen ernähren, befinden wir uns im Gleichgewicht.
        Herzliche Grüße
        Stephan

    • mariana dumitru

      Hi Stephen,
      ja wie recht du hast,und und nicht nur den Gleichgewicht sonder auch ein Mass in alle Dinge ist meiner Erfahrung nach das Geheimniss des Lebens.Zumindest so sehe ich jetzt, vileicht liege ich immer noch falsch.Das ist so schwer zu sagen.Du hast so schoen uber der Sinn des Leben gesprochen aber ein schluessel fuer ein zufriedenes und gesundes Leben denke ich ist wie du gerade gesagt hast das Gleichgwicht.
      gruss an Caludia und Jossi

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