Was ist notwendig, was ist überflüssig? Und warum bürden wir uns immer mehr auf? Unser Leben wäre doch viel angenehmer, wenn wir es nach dem Motto „weniger ist mehr“ handeln würden.

Viele Belastungen werden unterschätzt, oder sie werden gar nicht erst als solche erkannt. Man kann sich das in etwa so vorstellen: Den Ballast, den wir uns aufbürden, schleppen wir ja nicht nur ein kurzes Stück, sondern permanent mit uns herum. Das Fatale sind dabei weniger die großen Belastungen, als vielmehr die Anhäufung kleinerer Belastungen, die wir schultern, ohne es recht zu merken.

Unser größter Feind ist der Satz: „Auf das Bisschen kommt es jetzt ja auch nicht mehr an“. Ganz gleich, ob es dabei um Geld geht, um Zeit, Kalorien, geistiges Junkfood oder um andere Dinge. Mit jedem Mal, den wir diesen Satz denken, wächst unser Berg der kleinen unscheinbaren Belastungen und sorgt hier und da für unangenehme Überraschungen in unserem Leben. Die scheinbar unwesentlichen Belastungen sind es, mit denen wir unser Unterbewusstsein zumüllen, und die sich dann in den alltäglichen Blockaden widerspiegeln. Und weil diese Belastungen so klein und unscheinbar sind, ist es eine schleichende Entwicklung. Sie kann zu ständigen Spannungen und immer häufigeren Erschöpfungszuständen führen, bis hin zum Burnout.

Aber wie kann es denn eigentlich erst soweit kommen? In erster Linie sollten wir darauf achten, dass unsere eigenen Emotionen nicht gegen uns arbeiten. Zum Beispiel die Angst davor, dass man eine Gelegenheit verpassen könnte. Da sind dann irgendwelche Hammer-Angebote, die man sich auf keinen Fall entgehen lassen darf, und schon kauft man Dinge oder schließt Abos ab, die man nicht wirklich braucht. Oder die Angst vor Eventualitäten: Muss man sich denn wirklich gegen alles Mögliche versichern?

Aber noch viel heimtückischer finde ich den dringenden Wunsch nach Prestige. Ich glaube, von allen Bedürfnissen ist dies eins der kostspieligsten und hat schon so manchen in die Schuldenfalle, wenn nicht in den Ruin getrieben. Dann ist da noch das dringende Bedürfnis nach Anerkennung – was ja durchaus verständlich ist. Wenn es aber dazu führt, dass man jede Aufgabe annimmt und es jedem recht zu machen versucht, dann begibt man sich auf direktem Weg in die Selbstversklavung. Diese Liste könnte man noch beliebig fortführen.

Dazu kommt dann noch der ganze alte Krempel, den wir bereits seit Jahren mit uns herumschleppen. Ganz besonders die Dinge, die auf dem Boden und im Keller lagern. Gerade weil diese Ansammlungen nicht in unserem Sichtbereich sind, stellen sie für unser Unterbewusstsein eine besondere Belastung dar. Für mich war es immer wieder eine große Erleichterung, wenn ich die Stadtreinigung beauftragt habe, den Sperrmüll bei mir abzuholen. Es lohnt sich nicht, alles aufzubewahren, nur weil man es irgendwann noch mal gebrauchen könnte.

 

Mein Tipp: Schreiben Sie eine Liste mit all den Dingen, die in irgendeiner Form eine Belastung für Sie darstellen. Ganz gleich, welcher Natur diese Dinge sind. Ob nun materiell, finanziell, zeitlich, oder seelisch – schreiben Sie alles auf. Dazu können auch unangenehme Situationen gehören, oder Menschen, die ihre Lebensqualität deutlich beeinträchtigen. Hinterfragen Sie auch alle scheinbaren Bedürfnisse und Verpflichtungen. Denken Sie zunächst einmal nicht über mögliche Lösungen nach. Wenn Sie alle Belastungen identifizieren, ergeben sich häufig Lösungen, auf die Sie vorher gar nicht gekommen wären.

Wenn Ihre Liste vollständig ist, notieren Sie sich zu jeder Belastung die Vorteile, die der jeweilige Ballastabwurf mit sich bringt. Wie viel Zeit sparen Sie? Wie viel Platz und Geld? Sie werden erstaunt sein, was da alles zusammen kommt. In welcher Hinsicht würde Ihr Leben dann angenehmer? Häufig profitieren gerade Ihre Mitmenschen davon, wenn Sie sich von Ballast trennen. Was Sie an Zeit und Geld einsparen, könnten Sie vielleicht sogar in einen zusätzlichen Kurzurlaub mit Ihrer Familie investieren.

Damit Ihre Liste realistisch ist, müssen Sie festlegen, wann Sie sich von dem entsprechenden Ballast trennen wollen oder können. Hierbei müssen selbstverständlich Vertragslaufzeiten, Kündigungsfristen, oder Abholtermine berücksichtigt werden. Für die eine oder andere Sache ist vielleicht eine spezielle Lösung erforderlich. Dazu bietet sich eine Mind-Map an. Eine nähere Beschreibung über das Prinzip von Mind-Maps finden Sie unter folgenden Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Mind-Map

Falls Sie sich von der einen oder anderen Sache aus besonderen Gründen auf unabsehbare Zeit nicht trennen können, akzeptieren Sie dies erst einmal. Wichtig ist, dass Sie sich das Problem bewusst gemacht und die Belastungen identifiziert haben. Es kann Sie nicht länger aus dem Unterbewusstsein heraus quälen. Ich wünsche Ihnen viel Spaß, Erfolg und vor allem Erleichterung beim Planen und Durchführen Ihres Ballast-Abwurfs.

 

Herzliche Grüße

Stephan Zeeh


Stephan Zeeh
Stephan Zeeh

https://erfolg-intuitiv.de/stephan-zeeh

    3 replies to "Erlangen Sie mehr Lebensqualität und Freiheit, indem Sie gezielt Ballast abwerfen!"

    • Elmar

      Super Blog, gefaellt mir.

    • Heike

      Vielen Dank, für die Tipps, die sich verwirklichen lassen. Mir gefällt auch sehr, dass ich es akzeptieren soll, wenn ich mich von dieser oder jener Sache, noch nicht trennen will oder kann. Das nimmt den Druck.

      • Stephan Zeeh

        Ja genau, es geht ja darum mehr Leichtigkeit und Gelassenheit zu entwickeln. Viel Spaß bei der Umsetzung 🙂

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